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Studium der Politikwissenschaft und Publizistik in Berlin, dort Abschluss als Diplom-Politologe.
Arbeit u.a. als stellvertretender Chefredakteur des in Wien erschienenen Reisemagazins „ReiseJournal“.
Ausgedehnte Reisen in alle Welt. Publizistische Tätigkeit als freier Autor und Fotograf mit den Themenschwerpunkten „Australien“, „Ostafrika“, „Südafrika“, „Andenstaaten“ und in jüngerer Zeit auch „Myanmar“ u.a. für Zeitungen wie Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, Frankfurter Rundschau, Der Tagesspiegel und für Reisezeitschriften wie Abenteuer & Reisen, Ärztliches Journal, Allrad Abenteuer, Auto & Fuoristrada, Lufthansa Bordbuch, Off Road, Outdoor, Reisefieber, Reise & Preise, Tours, Traveller’s World.
Seit Anfang der Neunzigerjahre vorwiegend Reisebuchautor und Fotograf für renommierte Verlage wie artcolor (Hamm), Bucher (München), Bruckmann (München), Franckh-Kosmos (Stuttgart), Goldstadt (Pforzheim), HB-Verlag (Hamburg), Regenbogen-Verlag (Zürich), Südwest-Verlag (München), Vistapoint (Köln), Pietsch (Stuttgart), zahlreiche Lizenzausgaben in englischer, französischer, italienischer und tschechischer Sprache.
Meine zahlreichen Reisen führten mich auf alle Kontinente. Besonders nachhaltige Eindrücke gewann ich in folgenden Ländern:
In Kenia, Tanzania und Uganda nahmen mich das wunderschöne Farbenspiel, diese faszinierende Landschaft mit ihren flimmernden Vorhängen gefangen. Der berauschende Duft von nasser Erde und wilden Tieren, die Farborgie aus roter Lateriterde, gelbbrauner Savanne und lohfarbener Sonne an einem leuchtend blauen Himmel - das sind zweifellos wichtige Gründe dafür, weshalb man diesem Land schon nach einmalige Aufenthalt verfallen kann.
Äthiopien und Mali haben mich fasziniert durch das bunte Völkergemisch und die offene, freundliche Art ihrer Menschen. Hier habe ich mich oft gefragt, ob wir Touristen solche Abenteuer-Exkursionen möglicherweise deshalb so interessant finden, weil wir die Rückfahrkarte in die Zivilisation in der Tasche haben?
In den Anden von Peru und Ecuador bekam ich eine Ahnung vermittelt von der Schönheit und Macht der Naturgewalten. Hier, in der Einsamkeit der Bergwelt, über der eine eigentümliche Schwermut zu liegenscheint, erhöht sich die Wahrnehmungsfähigkeit gewaltig; man meint, besser hören, schärfer sehen, tiefer empfinden zu können.
Ein Gefühl unendlicher Weite und nie zuvor empfundener grenzenloser Freiheit offenbarte sich mir in unvergesslicher Weise in Australien und Kanada, aber auch das Gefühl der Verlorenheit in dieser gewaltigen Natur.
Atemraubende Landschaften und vielfältige Völker, pulsierende Städte und idyllische Siedlungen, riesige Farmen mit wogenden Mais- und Weizenfeldern, hohe Zuckerrohr- und grüne Weinanbauplantagen sowie wunderschöne Nationalparks, in denen der Natur- und Tierschutz beispielhaft ist - Südafrika ist ein Reiseziel, das erholsamen Urlaub und interessante Erlebnisse, aufregende Abenteuer und luxuriösen Komfort gleichermaßen bietet. Ebenso wie Namibia bietet es als Land der Dritten Welt zugleich außerordentlichen zivilisatorischen Komfort und eine hervorragende Infrastruktur, was das Reisen angenehm macht.
Von Myanmar in Erinnerung bleiben werden mir die weiten Ebenen mit den in der Ferne schimmernden Konturen sanfter, blauer Hügel. Dazwischen immer wieder weiße und goldene Pagoden, über denen ein feiner Dunstschweif schwebt, der das Licht weich macht und alles wie in einen zarten Schleier gehüllt erscheinen lässt.
Keine übliche Reise wie alle anderen war für mich der Besuch Indiens. Es ist eine Welt für sich, wo man furchtbarste Armut, Schmutz und Elend dicht neben vollendeter Anmut, traumhaftem Glanz und ausgeklügelter erotischer Kultur findet. Nichts also für Besucher mit vorschnellen Urteilen. Reisen überhaupt, aber vor allem das Reisen nach Indien setzt die Fähigkeit zur Offenheit voraus, betroffen zu sein ohne immer gleich alles verstehen zu wollen, eine Unvoreingenommenheit, ein Staunen über eine fremde Welt.
Foto-Reisehomepage von Rainer Waterkamp
