Meine Bücher: Australien
Australien 1990, Scala Press 1994
Australien. Globetrotter, ISBN: 3-89261-084-3, 3-89261-332-X, artcolor-Verlag, Hamm 1989Australien - Faszinierende Erlebnisreise durch den roten Kontinent
Der Journalist und Fotograf Rainer Waterkamp hat den roten Kontinent bereist und fotografiert; Auf einer rund 12000 Kilometer langen. Route quer durch West-, Nord und; Zentral-Australien besuchte er das berühmte „outback", lernte die Wüste und die endlosen Landbesitzungen kennen. Im zweiten Teil der Reise besuchte er die Städte im Süden und Osten des Landes. Sein Weg führte ihn zu schönen Ortschaften, bizarren Klippen an der Küste, traumhaften Sandstränden und beeindruckenden Regenwäldern. Rainer Waterkamp ist von seiner Reise voller unvergesslicher Eindrücke mit interessanten Tagebuchaufzeichnungen und fantastischen Fotos zurückgekehrt.
Bayerische Rundschau, 23.4.1998
397 Kilometer. Australien - ein interessanter Kontinent und das sogenannte Abenteuer
Auf dem absatzfreudigen Markt der Reiseführer ist ein neues Exemplar erschienen. Australien, der Traumkontinent vieler Aussteiger und Freiheitssuchender, wird in einem Text- und Fotoband von Rainer Waterkamp vorgestellt.
Das Buch ist ausgestattet mit attraktiven Farbfotos, die einen repräsentativen Querschnitt des fünften Kontinents bieten: vom Eukalyptusbaum, über Termitenhügel, Koala und Känguruh, viel roter Erde und viel blauem Himmel, Wasser ebenso wie Wüste, Wolken und Wolkenkratzer, wilde Natur und Stadtkultur bis hin zu Felsformationen in allen erdenklichen Variationen ist alles da, was das Herz zukünftiger Australienreisender höher schlagen lässt. Wer schon mal da war, wird den strahlend blauen Himmel, das scharfe grelle Licht, die harten Schatten, das intensive Rot der Erde wiedererkennen. Das spricht für die Fotos, die mit ihren verführerischen Farben neugierig auf den Text machen. Entsprechend der Vielfalt der optischen Leckerbissen findet man auch im Text alles, was zu einer scheinbar echten Australienreise gehört...
Bei einer Reise, die von einem Australier vor Ort geplant wurde und mit einem allradgetriebenen Geländewagen, der mit Funk und eingebautem Kühlschrank versehen ist, durchgeführt wird, ist das Risiko sehr wohl kalkulierbar und hat mit sogenanntem „Abenteuer" wenig zu tun. Da wo sich Waterkamp auf die reine Beschreibung und Information beschränkt, bildet der Text eine gute Ergänzung und Erweiterung des herausragenden Fotomaterials. Auf der 12000 Kilometer langen Reise passierte der Autor verschiedene Klimazonen, das trocken-heiße Landesinnere, die feucht-warmen Tropen im Norden und die gemäßigten Breiten der Ostküste. Alle wichtigen Nationalparks wurden besucht, Hinweise auf Fauna und Flora sind für den Leser interessanter als gekünstelt wirkende Beschreibungen diverser Sonnenuntergänge. 130 Millionen Jahre alte Dinosaurierspuren, ein Baobab-Baum mit 15 Metern Umfang, der als Aufbewahrungsort für Gefangene diente, 20000 Jahre alte Felszeichnungen, Hinweise auf Tierparadiese und die Beschreibungen der Perlenstadt Broome und anderer australischer Städte wie Perth, Darwin, Adelaide, Melbourne, Sydney und Brisbane sind informativ und zweckmäßig, ebenso wie die Reisetips und praktischen Hinweise im Anhang des Buches.
Alles in allem ein optischer Appetizer für zukünftige Australienreisende, gespickt mit Wissenswertem und Fakten. Der Rest ist
Geschmackssache.
(rb)
Gießener Anzeiger, 30.12.1989
Reise durch den fünften Kontinent
Noch weilgehend unbekannt und deshalb um so reizvoller ist für Europäer der rote Kontinent, Australien. Nur der Küstenstreifen dieser mächtigen Insel, die trotz Langstrecken-Jets noch immer über 20 Flugstunden von hiesigen Gefilden entfernt liegt, ist auch dicht besiedelt. Das Landesinnere aber, mit seinen sonnendurchglühten Wüsten, seinen faszinierenden Felsenschluchten und den schier undurchdringlichen Tropenwäldern, ist nahezu unberührt und somit ein Dorado für Globetrotter geblieben. Allerdings: Ein bißchen Mut zum Risiko gehört zu einer Reise fernab ausgetretener Pfade genauso dazu, wie eine Top-Ausrüstung; beides, dies hat der stellvertretende Chefredakteur einer Reisezeitschrift Rainer Waterkamp während seiner im Buch dargestellten 12000 Kilometer langen Route quer durch West-, Nord- und Zentralaustralien selbst erfahren dürfen.
Die Reise beginnt in der Hauptstadt Westaustraliens, Perth, führt die noch bequeme Küstenstraße entlang bis ins nördliche Darwin. um von dort aus quer durch die Wüste vorbei am berühmten Ayers Rock, der Touristenattraktion Nummer eins im Uluru-Nationalpark Australiens, wieder zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Der zweite Teil der Reise mitten durch den fünften Kontinent beginnt in Adelaide. führt an spektakulären Klippen der Südküste vorbei bis ins elegante Melbourne und findet ihren Abschluss an den traumhaften Sandstranden der Goldküste.
Der munter geschriebene Abenteuerbericht und nicht zuletzt die sehr ansprechenden Fotos, die Rainer Waterkamp von dieser Reise mitgebracht hat, lassen sicher manchen Lust darauf verspüren, sich selbst auf den weiten Weg nach und durch Australien zu machen.
Reutlinger Generalanzeiger, 21.12.1989
Australien, dieser große, faszinierende Kontinent, ist nicht nur bekannt wegen seiner Kaninchen und Känguruhs. Dass das weite Land auch heute noch Möglichkeiten zu einer Globetrotter-Tour bietet, abseits der ausgetretenen Pfade des Pauschaltourismus, beweist eine Neuerscheinung des Verlages artcolor in Hamm. „Australien - Faszinierende Erlebnisreise durch den fünften Kontinent“ heißt der üppig bebilderte Band von Rainer Waterkamp, der sowohl den Text schrieb als auch die Fotos lieferte (144 Seiten, 130 farbige Abbildungen. 39 Mark) 1988 hatte Australien seinen 200 Geburtstag als Staat gefeiert. Anlass genug für den Journalisten Waterkamp, den Kontinent zu bereisen und viele Aufnahmen zu machen. Auf einer rund 12 000 Kilometer langen Route quer durch West-, Nord- und Zentralaustralien lernte der Reisereporter die Billabongs kennen machte Bekanntschaft mit den engen Felsschluchten und der roten Wüste und ließ auch Australiens Städte nicht links hegen, im Süden und Osten des Landes. Bezaubernde Ortschaften, steile Kuppen traumhafte Sandstrände und dschungelartige Regenwälder beeindruckten ihn auf diesem Teil seiner Reise. Seine unvergesslichen Eindrücke hielt Rainer Waterkamp nicht nur mit der Kamera fest, sondern auch in Tagebuchaufzeichnungen, die jetzt in dem Foto-Buch gesammelt vorliegen. Der ansehnliche Band aus der Globetrotter-Reihe vermittelt ein anschauliches Bild vom fünften Kontinent, und wer es sich leisten kann, wird vielleicht erwägen dieses vielseitige Land einmal zu besuchen.
Rhein-Neckar-Zeitung, 21.10.1989
Die schönste Reise meines Lebens. 192 Seiten, ca. 400 Abbildungen, ISBN-13: 978-3-7654-5775-3
Gelassene Schönheiten
"Der Gewinn eines langen
Aufenthaltes außerhalb unseres Landes liegt vielleicht weniger in dem, was wir über fremde Länder erfahren, sondern in dem, was wir dabei über uns selbst lernen." Diese Worte prägte der französische
Schriftsteller und Politiker Roger Peyrefitte. Sie stehen treffend für den vermittelten Inhalt dieses Buches. Denn die insgesamt 40 sehr persönlichen Reportagen von 37 Reiseautoren passen nicht zum
Stil eines herkömmlichen Tourismusführers. Sie sprechen ganz individuelle Einladungen zu Entdeckungsreisen aus, "mit viel Platz für Freiräume und Fantasien, mit Akzentuierungen und Anregungen", wie
es Jochen Müssig in seinem Vorwort treffend formuliert.
In vier Erlebnisgenres gliedert sich dieser bezaubernde, bildreiche, globale Reiseerfahrungsbericht, der zu Orten führt, die über den gesamten Globus verstreut liegen, und die Geschmäcker aller
Coleur bedienen dürfte.
Sei es eine Fotoreise nach Nagano (Japan), die Teilhabe am Bruttosozialglück in Bhutan, beim Eintreiben von Longhorn-Rindern in Oklahoma oder einer Küstentour für Landratten in Nordfriesland....
"Begegnungen" mit anderen Kulturen und Menschen stehen im hellrot gehaltenen ersten Teil im Zentrum der Berichterstattung.
Wesentlich ruhiger geht es anschließend im grün hinterlegten "Natur erleben" zu. Sei es ein Bericht über einen der letzten unberührten Regenwälder im Südosten von Peru oder aber ein trotz Fieber und
klirrender Kälte unternommener Trip in die schneeweißen Sanddünen des White Sands National Monument von New Mexico im Südwesten der USA, dieses Kapitel macht sich die einleitenden Worte von Martin
Walser zu Eigen: "Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es."
Aktiver wird es im blauen Abschnitt "Bewegungen". Egal ob zum Skifahren und Angeln unter der Mitternachtssonne von Alaska, der Entdeckung derwundervollen Langsamkeit bei einer Bootstour auf dem Canal
du Midi in Frankreich, per Pedes durch die Regenbogenberge auf Island oder beim Biken in Reit im Winkl... hier werden dem Aktivurlauber jede Menge Anregungen mit auf den Weg gegeben.
Und vielleicht sucht man hernach einen Ort der Kontemplation? Auch dafür bietet das Buch in seinem violett changierten letzten Teil reichlich Inspiration. Erholung "Für die Seele" findet man zum
Beispiel auf dem Klosterberg von Montecassino - 130 km südlich von Rom, in Fátima in Portugal, wo sich Himmel und Erde berühren oder - man mag es kaum glauben - auf Mallorca. Ganz im Sinne der diesen
Abschnitt einleitenden Worte von Christian Morgenstern: "Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es."
Neben den sehr persönlichen Erlebnissen und Fotos wartet jeder Bericht mit praktischen und besonderen Reisetipps über Anreise, Übernachten, Gesundheit, individueller Reiseplanung und zuweilen sogar
mit anregender Reiselektüre auf.
"Die schönste Reise meines Lebens" ist ein visuell-emotionaler Reiseband, der sich der Heimat und der Ferne gleichermaßen neugierig nähert. Dabei geht es den Autoren niemals ums Vermitteln des
Ganzen, sondern sie fokussieren ausschließlich Details. Jochen Müssig formuliert es treffend wenn er schreibt: "Sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, Eindrücke und Überraschungen einzulassen, ob
in den urbanen, kakofonen Megastädten unserer modernen Zeit oder in ländlicher Stille mit archaischen, meditativen Momenten. Wer sich treiben lässt, kann sich auch gefangen nehmen lassen von seinem
Reiseziel." Nicht das gefüllte Bankkonto steht im Vordergrund der Empfehlungen, sondern das Wecken des Entdeckerdranges eines Jules Vernes oder Thomas Cook in uns. Dies ist den Machern dieses Buches
ganz ausgezeichnet gelungen.
Heike Geilen (Dresden) - (VINE®-PRODUKTTESTER) 1. April 2012
Wenn wir auf Reisen Glück suchen, wo können wir es am ehesten finden?
Dieses reich bebilderte
Reisebuch enthält 40 Reiseberichte von erfahrenen Reiseautoren und ist in vier große Abschnitte unterteilt. Sie lauten:
Begegnungen
Natur erleben
In Bewegung
Für die Seele
Zu Beginn hat man Gelegenheit auf einer doppelseitigen Weltkarte sich einen Überblick über die Regionen zu verschaffen, in welche die beschriebenen Lieblingsreisen führen. Die einzelnen Autoren, über
die man Näheres auf Seite 182-183 erfährt sind auch alle jeweils durch ein Foto präsentiert. Sie berichten stets packend von ihrer Reise und geben stets hilfreiche Reisehinweise im Hinblick auf die
Anreise, das Übernachten, die individuelle Reiseplanung und auf besondere Tipps. Zudem ist pro Reise ein Kartenausschnitt abgelichtet, damit man sofort eine konkrete Vorstellung davon erhält, wo der
Reiseautor sich aufgehalten hat.
Die Reisen unter dem Oberbegriff "Begegnungen" führen nach Japan, Vietnam, in die Mongolei, in die Volksrepublik China, nach Bhutan, nach Russland, in die USA, in die Vereinigten Arabischen Emirate,
nach Indonesien, aber auch an die Nordfriesische Küste in Deutschland. Obschon jede einzelne Reisebeschreibung mich begeistert hat, würde ich zuallererst in das kleine Königreich nach Bhutan reisen,
das in den Bergurwäldern des Südhimalaja versunken liegt und eines der abgelegensten Länder der Welt ist. In Bhutan, so schreibt Franz Binder, steht das Glück sogar im Mittelpunkt der Ziele des
Königs und der Regierung. Der König, der wichtige Schritte in die Moderne gewagt hat, möchte keinen Fortschritt um jeden Preis, sondern vielmehr das Wohlergehen aller Bewohner. Was das im Einzelnen
heißt, lässt uns Binder wissen und resümiert: "Glück und Zufriedenheit nicht durch immer mehr Besitz und Konsum, sondern durch Mäßigkeit und spirituelle, soziale und kulturelle Geborgenheit"(Zitat:
S.34). Offenbar bereichert eine Reise durch dieses Land aufgrund der vielen unvergesslichen Eindrücke, die die Natur und die buddhistische Kultur liefern.
Im Abschnitt "Natur erleben" werden Reisen nach Peru (in das Amazonas-Gebiet), nach Argentinien, in die USA, nach Kanada, nach Tansania, nach Simbabwe, nach Nambia, nach Ozeanien und nach Australien
vorgestellt.
Hier gilt meine erste Präferenz Ozeanien/Polynesien. Dort hat sich Klaus Viedeband aufgehalten, vielleicht, weil auch hier eine bestimmte Form von Glücklichsein versprochen wird, von dem wir alle ein
wenig träumen.
In Bewegung bin ich gerne. Deshalb auch habe ich diesem Abschnitt besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Reiseziele sind hier Deutschland - Österreich - Italien; Frankreich, Island, Finnland,
Norwegen, Kanada, USA, die Republik Seychellen, Neuseeland und Russland.
An oberster Stelle steht hier bei mir der Segeltörn zur abgelegensten Insel der Seychellen, dem UNESCO Weltkulturerbe Aldabra. Der Reisebericht von Jochen Müssig macht wirklich neugierig. Auch hier
geht es um eine besondere Form von Glücksgefühl, das Reisende, die sich entscheiden die "Reisen für die Seele" praktisch nachzuvollziehen, dann wohl in vollem Umfang erfahren dürfen.
Besagte Reisen des vierten Anschnitts führen nach Tibet, Indien, Thailand, Spanien, Portugal, Italien, Mallorca und England. Hier würde ich wohl am liebsten die Stationen des Jakobswegs, den "El
Camino" entlanggehen. Der Autor Stefan Lenz ist die Strecke mit dem Mountainbike abgefahren und berichtet von seinem ganz besonderen Erlebnis. Wenn der Weg eine spirituelle Erfüllung bringen soll,
muss man ihn m.E. zu Fuß gehen. Zur körperlichen Glückseligkeit genügt natürlich das Mountainbike und ich glaube Lenz, dass man dort radelnd, die schönste Reise seines Lebens erleben kann, wenn man
mit offenen Augen und offenen Herzen unterwegs ist.
Ein tolles Buch, das ich gerne empfehle.
Helga König (#1 HALL OF FAME REZENSENT) 17. April 2012
Foto-Reisehomepage von Rainer Waterkamp
